Schon in den ersten Minuten wurde die Dimension des Unternehmens deutlich. „Rund 2.500 Pakete werden täglich vom Standort Werl versendet“, erläuterte Geschäftsführer Torsten Kulle den Besucherinnen und Besuchern. „Diese werden teilweise von uns selbst zum Zielort transportiert, teilweise an andere Logistiker weitergegeben. Denn neben dem eigenen Fuhrpark verfügen wir über große Lagerflächen, auf denen rund 30.000 Paletten Platz finden. Diese können je nach Bedarf von Kunden angemietet werden.“ Was dies konkret bedeutet, konnten die Teilnehmenden bei einem Rundgang durch die Lagerhallen erfahren.
Neben der Lagerhaltung stand auch der Fuhrpark des Unternehmens im Mittelpunkt des Besuchs. Die Jobcenter-Mitarbeitenden erhielten dabei Informationen zum Berufsbild des Berufskraftfahrers. Gleichzeitig informierte der Geschäftsführer über die laufende Modernisierung des Fuhrparks. Bereits fünf elektrisch betriebene Fahrzeuge sind aktuell im Einsatz. Langfristig soll der Bestand weiter ausgebaut werden.
Kulle beschäftigt rund 160 Mitarbeitende, etwa 50 davon am Standort Werl. Trotz der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Lage zeigt sich das Unternehmen nach eigenen Angaben gut aufgestellt. Auch die Ausbildung spielt eine wichtige Rolle: Kulle bildet in verschiedenen Bereichen aus – unter anderem in Lager und Logistik, im Berufskraftfahrerbereich und in der IT. Damit eröffnet das Unternehmen jungen Menschen unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten in die Arbeitswelt. „Wir profitieren sehr von solchen Besichtigungen, weil im direkten Kontakt so viele neue Möglichkeiten sichtbar werden“, resümierte Katja Müller, stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters, nach der Besichtigung. „Denn oft werden Arbeitsfelder, die man bei einem Unternehmen zunächst nicht erwartet, gar nicht wahrgenommen. Mir war zum Beispiel gar nicht bewusst, dass es bei der Firma Kulle eine eigene IT-Abteilung gibt, die eigene Produkte entwickelt, die genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind.“